Ein neuer Trend – Global Ghetto Tech

20 Feb

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„…dirty talk an booty music!“ Mit diesen Worten lässt sich die Musikrichtung Ghettotech wohl am ehesten grob umschreiben. Wie jeder andere Musikstil hat auch Ghettotech ein Entwicklungsgeschichte hinter sich und ist daher nur schwer durch eine passende Definition zu beschreiben. Ghettotech ist eine bunte Kombination aus Chicago House, Hip Hop und Miami Bass, welche im späteren Verlauf in ihrem Zusammenspiel als „Dance Stuff“ bezeichnet wurden.

Global Ghetto Tech hingegen ist eine recht neue Ausrichtung. Sie wird häufig als Ethnomusik des 21. Jahrhunderts bezeichnet. Das Besondere: Die Künstler, welche größtenteils eine kosmopolitische Lebensweise pflegen, beschäftigen sich in ihren Titeln mit der sich schnell verändernden Welt und nutzen dabei das Internet zur Verbreitung ihrer Werke.

Dieser Musikstil gilt als Nischenmusik, da die Komponisten sich klar vom Weltmarkt der Musikindustrie abgrenzen. Bei der Erstellung einzelner Titel, die im Anschluss direkt ins Internet geladen werden, arbeiten Musiker und Soundkünstler eng miteinander zusammen.

Wer eine Verbindung zwischen Ghettotech und Global Ghetto Tech sucht, muss ein wenig Geduld mitbringen. Einerseits liegen zwischen diesen beiden Musikrichtungen mehrere Jahre und andererseits sind die heutigen Sounds derart miteinander verschwommen, dass man nur sehr schwer eine Gemeinsamkeit heraushört.

Die wohl simpelste Verbindungen beiden Musikstile stellt Hip Hop dar. Rhythmisch, schnell und elektronisch in Verbindung mit satten Bässen. Die eigentliche Struktur bleibt bei Ghettotech und Global Ghetto Tech jeweils die gleiche. Darüber hinaus kann man festhalten, dass die Vorlage für Global Ghetto Tech der traditionelle Ghettotech darstellt.

Vor allem auf dem afrikanischen Kontinent gilt Global Ghetto Tech als sehr beliebt. So liegt es nahe, dass Künstler ebenfalls aus dieser Region der Erde stammen und zudem Inspiration aus unzähligen Bürgerkriegen und politischen Streitigkeiten haben.

So ist der somalische Musiker K´Naan, der heute in Nordamerika lebt, einer der derzeit erfolgreichsten. Weltweit wurde er durch die Hymne zur Fußball-Weltmeisterschaft 2010 „Wavin‘ flag“ berühmt. Er schreibt in seinen Liedern über den Bürgerkrieg und wie er ihn als Kind erlebte.

Mit der Einbindung von Gefühlen wie etwa Wut und Enttäuschung in seine Songs verschafft sich Kwaito Gehör. Seine Songs hören sich hart und aggressiv an.

Aggressiv lassen es auch die Stars des Global Ghetto Tech angehen. Mit ihren Titeln bringen Mandoza und Zola derzeit jedes Tanzfläche zum Erbeben.

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